Die Geschichte von Opi

Opi heißt eigentlich Kosza und wurde im August 2018, zusammen mit seinem
Bruder, von der Straße eingefangen und ins Tierheim gebracht.

Im Rahmen unserer Kastrationsaktion im September lernten wir Kosza kennen.
Der Süße war in einem schlechten Allgemeinzustand und eindeutig nicht mehr
der Jüngste. Daher entschlossen wir uns gegen eine Kastration der beiden Brüder.

Bei unserem Tierheimbesuch im Januar 2019 wurden wir auf Opi aufmerksam, der sich mit seinem Bruder einen Zwinger teilte. Opi trug auf Grund der Kälte
ein Mäntelchen und uns viel auf, dass er schlecht stehen bzw. laufen konnte.

Schnell war klar, dass der alte Herr die nächsten Nächte, welche laut Wetterbericht
bei Temperaturen unter – 10 Grad liegen sollten, wohl möglich nicht überleben
würde. Kurzfristig versuchten wir für den alten Herren und seinem Bruder einen
Pflegeplatz zu finden. Für seinen Bruder Kobi erhielten wir vom Tierschutzligadorf
in Cottbus ein Übernahmeangebot, wo er noch heute auf ein neues zuhause wartet.

Für Opi blieb unser Aufruf leider erfolglos.

So reisten beide Hunde am 05.01.19 mit uns nach Berlin. Während Kobi seine
Reise nach Cottbus fortsetzte, zog Opi bei uns mit ein.

 

Nach der langen Fahrt von Ungarn nach Berlin, hatte Opi Probleme mit dem Gleich-
gewicht und wir mussten ihn unterstützen, damit er beim Laufen nicht umfiel.

Bei uns im Haus musste er zuerst alle Hundebetten austesten. Nachdem er sich für
eins entschieden hatte, wollte er auch nicht mehr aufstehen.

 

Die nächsten Tage, bis die gleich bestellte Gehhilfe eintraf, hielten wir ihn beim Spazier-
gang an seinem Mäntelchen fest oder versuchten ihn mit einem Kofferband beim
Gehen zu unterstützen. Doch von Tag zu Tag ließen seine Kräfte merklich nach.

Noch in der gleichen Woche ließen wir ihn beim Chirurgen untersuchen. Schnell stellte
sich heraus, dass er stark verzögerte Reflexe hat und die Röntgenaufnahmen zeigten,
dass am unteren Halswirbel keine Bandscheibe mehr vorhanden ist und kurz vor dem
Schwanzansatz, er sehr starke Spondylose hat. Zusätzlich befindet sich im Bauchraum
eine Luftschusspatrone, die aber anscheinend seinen Gesundheitszustand nicht beein-
trächtigt. Als das die Diagnose nicht schon schlecht genug sei, äußerte der Tierarzt noch
den Verdacht auf Knochenkrebs.

In den nächsten Wochen erhielt Opi Akupunktur und tägliche Massagen und Kranken-
gymnastik. Doch seine Muskeln lassen weiterhin nach, sodass wir nun sämtliche Be-
handlungen eingestellt haben. Dafür ist Opi nun im Besitz eines Rollstuhls. Mit welchen
er prima zurechtkommt. Auch wenn es anscheinend für ihn nichts schöneres gibt, als
in seinem weichen orthopädischen Bettchen unter der Decke zu liegen und Streichel-
einheiten zu empfangen.

Opi werden wir noch einen schönen Lebensabend ermöglichen. Er braucht nun keine Angst vor weiteren Schlägen, Schussgewehren oder dem Erfrierungstod zu haben. Auf unserer Facebook-Seite haben wir euch ein kleines Video über Opi hochgeladen: https://www.facebook.com/animalscare/videos/364569374387477/

 

Vielleicht möchte Jemand ja auch seinem Bruder Kobi noch einen schönen Lebensabend
ermöglichen. Anliegend der Link zum Tierschutzligadorf in Cottbus.
https://tierschutzliga.de/vermittlungstier/?animal_id=10275

Kobi ist für sein Alter (ca. 12 Jahre) noch fit.

Liebe Grüße von Opi und Familie Oster                                                                                01.03.2019